RSA Bsafe: Schwacher Zufall gegen Cash

>USA< Das Unternehmen RSA hat laut der Agentur Reuters 10 Millionen Dollar von der NSA erhalten, um einen Generator von Zufallszahlen künstlich zu schwäche. Die Zufallszahlen und die Erzeugungsmethode sind elementarer Bestandteil der von RSA verkauften Verschlüsselungstechnik. Das betroffene Software Toll nennt sich „Bsafe“. RSA ist aufgrund einer Übernahme nun Teil des Speicherriesen EMC. Die Firma bestreitet Absicht und verspricht Besserung.

Militärisches Frühwarnsystem in Russland errichtet

>Russland< Nahe der Kowylkino ist in Russland ein „hinter dem Horizont“ Radargerät mit einer Reichweite von 3000 Kilometern in Betrieb gegangen. Es dient unter anderem zum Aufspüren von Marschflugkörpern. Russland will weitere solcher Anlagen in Betrieb nehmen und damit Altanlagen ersetzen, die durch den Zerfall des Landes verloren gingen. Solche Anlagen gab es zum Beispiel in der Ukraine in der Nähe von Tschernobyl

China bringt Jadehase auf den Mond – Iran einen Affen in den Orbit

>China/Iran<  China hat erfolgreich die Mondsonde „Chang’e“ und den Rover „Yutu“ (Jadehase)  auf den Mond gebracht. Das letzte Mal war 1976 die sowjetische Sonde Luna 24 weich gelandet, hatte Bodenproben genommen und dann wieder gestartet. Der Jadehase begnügt sich noch damit, den Mond zu fotografieren. Seine Mission soll aber noch drei Monate dauern. Er kriecht mit einer Geschwindigkeit von 200 Metern pro Stunde über den Erdtrabanten und durchleuchtet ihn mithilfe von Radarstrahlen 100 Meter tief. China sucht auf dem Mond auch nach Rohstoffen. Hauptziel ist aber wohl eine bemannte Mission.

Gleichzeitig meldet Iran den erfolgreichen Flug eines Affen in den Orbit. Sowjetische Experten sehen vor allem die militärischen Folgen mit Interesse. China könnte die US-Vormacht im Weltraum brechen und Kommunikationswege und Spionagesatelliten stören oder wirkungslos machen.

Google kauft Hersteller von Kampfrobotern

>USA<   Der Suchmaschinen-, Smartphone- und Technologiekonzern Google ist weiter auf Einkaufstour. Im Dezember leitete man sich mit Boston Dynamics einen der innovativsten Hersteller von Robotern. Autonom laufende Vierbeiner die schwere Lasten schleppen oder sehr schnell sprinten können, stellte das Unternehmen bereits werbewirksam auf Youtube zur Schau. Als autonom operierende Einheiten kann man sie auch bewaffnen um etwa in Krisengebieten eingesetzt zu werden. Das Geld für diese Entwicklungen stammt von der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa), Google will den militärischen Teil der Forschungen aber nicht weiter vertiefen.

Mittelstand im Fokus: Microsoft sponsert IT-Studie über KMU-Wachstum

>München< Die Boston Consulting Group hat im Auftrag von Microsoft geforscht. Das Ergebnis: Mehr Geld für IT bringt einen Wachstumsschub. Bislang reichte es Deutschlands Mittelständlern, ein Drittel weniger für IT auszugeben als die USA um enorm erfolgreich zu sein. 110 Milliarden mehr Umsatz und eine halbe Million neue Arbeitsplätze wären laut Boston Group möglich, wenn man noch mehr Geld für IT ausgegeben würde. Voraussetzung wäre allerdings auch eine möglichst flächendeckende Breitbandverkabelung, wie Christian Illek von Microsoft hinzufügt. Das von der Bundesregierung festgelegte Ausbauprogramm halten die Experten für wenig ehrgeizig.

Immerhin: Erstmals ist Microsoft nun „Der Zeit voraus“, denn so lautet der Titel der Studie.

EB schö

Langstrecken-Drohne in Arbeit

>USA<  Laut „Aviation Week“ bastelt das US-Militär an einer leistungsstarken Aufklärungsdrohne mit Tarnkappentechnologie und bis zu 40 Metern Spannweite. Ziel sind langandauernde Missionen über feindlichem Gebiet. Die Rochenförmige Drohne mit der Bezeichnung „RQ-180“ könnte im Jahr 2015 ihren Dienst offiziell beginnen.

Leuchtende Nanodrähte

>München<  Forscher der TU-München demonstrierten in einem Experiment, das fadenähnliche Halbleiterstrukturen als IR-Laser verwendet werden können.
Die Laserquellen sind tausendmal dünner als ein Menschenhaar und könnten als Lichtspender oder zu Kommunikations-Zwecken eingesetzt werden.