Galileo: Wenn den Uhren die Zeit davon läuft

>Paris< Nun ist es quais amtlich. Die Uhren an Bord des an ewiger Verzögerung leidenden europäischen Satellitennavigationssystems Galileo – die milliardenteure EU Antwort auf GPS – tut sich unschönes. Die Uhren sterben der Reihe nach weg. Was auf dem „Munich Satellite Navigation Summit“ 2016 schon hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wurde, bestätigte jetzt ESA Chef Jan Wörner. Vor allem die präzisesten Uhren sterben, und genau auf die hatten die Galileo-Vermarkter ihre ganze Hoffnung gesetzt. Jetzt ist guter Rat teuer. Denn nun sind endlich 18 Satelliten im All, und der Regelbetrieb könnte bald starten. Jeder Satellit hat vier, teilweise unterschiedlich aufgebaute Uhren an Bord. Wie viele noch funktionstüchtig sind, ist unbekannt.