Jeep-Hack: Erster Auto Rückruf wegen IT

>USA< Chrysler ruft Millonen Exemplare seines Longseller Jeep zurück. Eine Schwachstelle in der IT ermöglicht es, über eine Internetverbindung das Auto bei voller Fahrt abzubremsen. Die Sicherheitskatastrophe ist laut Chrysler auf Autos des US-Markt beschränkt, weil diese über eine spezielle Funkschnittstelle verfügen.
Bei einem Test hatten zuvor die IT-Spezialisten Charlie Miller und Chris Valasek die Herrschaft über das Auto eines Journalisten übernommen, und  Bremsen, Geschwindigkeit, Klimaanlage und Radio fernsteuern. Betroffen von dem Hack waren also auch die eigentlich strikt abgeschirmten Bussysteme der sicherheitskritischen Systeme wie das der Bremsen.Einfallstor war offensichtlich das Bussystem der Unterhaltungselektronik.

Das Experiment war abgesproche, und niemand kam zu Schaden.
1,4 Millionen sollen nun ein Software-Update erhalten. Es ist der erste Rückruf, der ausschließlich durch ein Sicherheitsproblem der Software ausgelöst wurde.
Es bleibt abzuwarten, ob es genügt, ein Update aufzuspielen.

A400M-Crash

>Sevilla< Die Software der Motoren ist bei der Endmontage falsch aufgespielt worden. Ein grundlegendes Problem bei den Triebwerken gibt es aber nicht. So die offizielle Version von Airbus, serviert von  Airbus-Strategiechef Marwan Lahoud.

Sirenen für Dortmund und Lünen

>Dortmund<   Bei Industrieunfällen, Sturm oder Starkregen sind Sirenen unverzichtbar, um die Bevölkerung aus dem Schlaf zu schrecken. Nach  Ende des Kalten Krieges in den 90er-Jahren abgebaut, kehren die Unverzichtbaren nun zurück. Zumindest die Pläne dazu haben die Kommunen vorgestellt.

Atomstrom für Argentinien

>Moskau< Russland und Argentienien kooperieren beim Atomstrom. Der russische Rosatom-Konzern  will in Argentinien einen Reaktor bauen. Die Absichtserklärung wurde in Moskau von den Präsidenten Putin und Kirchner  unterzeichnet.

Magnetschwebezug erreicht neuen Weltrekord: 603 km/h in Japan

>TOKIO< Der japanische Transrapid hat auf einer kurzen Teststrecke die neue Weltrekordgeschwindigkeit von 603 km/h erreicht. Die Japaner testen allerdings nicht nur. Sie wollen den Zug 2027 in Dienst stellen. Er soll Tokio mit der Industriestadt Nagoya verbinden, er wird im Regelbetrieb ca. 500 Stundenkilometern fahren. Die Reisegeschwindigkeit von Flugzeugen ist nur geringfügig höher.

Airbus A 380 vor dem AUS?

>London< 20 statt 30 Bestellungen in diesem Jahr, meckernde Kunden wegen ineffizienter Treibwerke und dann noch die dummen Haarrisse in den Flügeln. Airbus Manager reden offen das  Ende des Riesenvogels. Fliegen kann er sowieso nur zwischen den größten Flughäfen der Welt, die anderen wurden nicht auf seine Maße umgebaut und das Passagieraufkommen ist nicht hoch genug für einen wirtschaftlichen Betrieb. Airbus denkt auch über eine zweite Lösung nach. Noch größer bauen, den Flügel umkonstruieren und auf mehr Passagiere hoffen.

Der wurde am Rande einer Investorenveranstaltung in London bekannt.

Resultate der Rosetta Mission zum Kometen „Tschuri“

>Bern< Das Wasser auf dem Kometen ist gänzlich anders gestrickt als das auf der Erde. Das Verhältnis von leichtem zu schwerem Wasser stimmt nicht. Das Wasser auf der Erde stammt also vermutlich nicht von Kometen des „Tschuri“ Typs. Aber vielleicht von Asteroiden. Ein anderes Resultat der Gasanalyse (zwei Massenspektrometern)  an Bord von Rosetta: der Komet stinkt penetrant nach faulen Eiern und Bittermandeln. Das ergaben erste Analysen an der Universität Bern.

Eurocity 216 entgleist in Mannheim

>Mannheim< PM der BAHN:  Gegen 20.50 Uhr ist der EuroCity 216 im Bereich des Hauptbahnhofs Mannheim bei einer Flankenfahrt mit einem Güterzug mit mehreren Wagen entgleist. Nach Angaben der Bundespolizei wurden dabei 35 Personen verletzt, davon vier schwer. Insgesamt 14 Verletzte wurden in Kliniken gebracht. Die 250 Reisenden haben mit Hilfe der Rettungskräfte den Zug verlassen und die Evakuierung ist beendet.

Der EuroCity 216 (Graz-Saarbrücken) ist mit fünf Wagen entgleist, davon sind zwei umgestürzt.
Der beteiligte Güterzug der Firma ERS Railways sollte von Duisburg nach Sopron fahren.

Die Unfallstelle im Mannheimer Hauptbahnhof bleibt bis zum Eintreffen der Eisenbahn-Untersuchungsstelle des Bundes gesperrt.

Und Tschüss: Secusmart verschlüsselt nicht mehr deutsch

>Düsseldorf< New York 29.07.2014 – Secusmart und der Smartphone-Pionier BlackBerry Ltd. vereinbaren die Übernahme von Secusmart durch BlackBerry Ltd. Secusmart bleibt als GmbH in Deutschland erhalten. Damit operiert der als Verschlüsselungsspezialist für deutsche Behörden-Diensttelefone (Kanzler Handy) nicht mehr unabhängig von fremden Einflüssen.
Blackberry hatte einst den Smartphone-Markt begründet. Später aber nur noch Marktanteile im einstelligen Prozentbereich.